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Archiv für den Monat Januar 2013

Die Vorbereitung

Für uns Menschen:

Impfungen:
Bereits im Sommer 2012 suchen wir unseren Reisemediziner auf und lassen uns entsprechend beraten:

An Impfungen sollte man natürlich die üblichen Impfungen haben, die man als Traveller sowieso immer haben sollte (also Polio, Diphterie, Tetanus und Hepatitis A+B ).

Für diese Reise wurde uns zusätzlich dringend eine Tollwut-Impfung empfohlen, weil wir, bedingt durch unsere Hunde, die mit uns reisen, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit immer wieder Kontakte zu einheimischen Hunden haben werden, was unter Umständen für uns gefährlich werden kann. Gegen Tollwut wird in drei Etappen, am Tag 0, Tag 7 und Tag 21 geimpft.

Eine Zecken-Schutzimpfung (FSME) wird ebenfalls dringend empfohlen.

Auch ist Keuchhusten in Rußland noch weit verbreitet, eine Immunisierung dagegen ist also dringend geboten.

In bestimmten Gebieten Kirgistans (im Südwesten in der Region Batken, Osh und Jalal-Abad, im Norden in der Chuysk-Region und der Provinz Ysyk-Kul) besteht in den Monaten Juni bis Oktober ein geringes Risiko, sich mit einer schwachen Form der Malaria zu infizieren. Hierzu reicht üblicherweise die Mitnahme von Resochin als Stand-by-Mittel, das gegen diese Art der Malaria noch gut wirkt und sehr verträglich ist.
Gleiches gilt für Usbekistan, wo die Malaria vereinzelt im Süden und Osten (Grenzgebiet zu Afghanistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Kirgistan) auftreten kann.

Für die meisten Länder, die wir auf unserer Tour bereisen, wird auch eine vorbeugende Impfung gegen Typhus empfohlen. Diese wird in einem Durchgang intramuskulär gespritzt und ist heute meist recht gut verträglich.

Papiere:
Erforderlich sind wegen der nicht ganz einfachen Visabeschaffung jeweils zwei Reisepässe für jeden Teilnehmer, also beschaffen wir uns bereits im Sommer 2012 noch jeweils einen Zweiten. Die Paßstelle gibt diesen allerdings nicht einfach so heraus, sondern verlangt eine schriftliche Begründung, die zusätzlich zu belegen ist. (…durch Beschreibungen in Reisekatalogen, Schreiben von Veranstaltern oder Hinweisen in Reiseführern oder evtl. der ausl. Botschaften)

Für die Reiseländer in Asien benötigen wir einen Internationalen Führerschein. Diesen beschaffen wir uns bereits im Juli 2012 bei unserer Kreisverwaltung, seine Gültigkeit ist auf drei Jahre beschränkt.

Für die Beantragung der Visa beschaffen wir uns bereits im Frühherbst 2012 ein Dutzend biometrische Paßbilder.
Die Visabeschaffung ist ein nicht ganz unkompliziertes Kapitel. Hierfür nehmen wir professionelle Hilfe durch einer Visaagentur in Berlin in Anspruch.
Gut, daß Peter bereits eine perfekte Reiseroute aufgestellt und terminiert hat, so wissen wir bereits für jedes zu bereisende Land das ungefähre Einreisedatum und die etwaige Aufenthaltsdauer. So können wir entscheiden, für welche Aufenthaltsdauer die verschiedenen Visa ausgestellt werden sollen und ob sie für eine einmalige, oder mehrmalige Einreise benötigt werden. Die Einladungen für Rußland und die Mongolei wird uns die Visaagentur beschaffen. Allerdings muß die Einreise spätestens 3 Monate nach Ausstellung der Visa vollzogen sein, sonst verfällt das Visum. Das bringt natürlich bei einer so langen Reise ein weiteres Problem mit sich, weil wir natürlich nach Kasachstan, Kirgistan (visafrei seit Juli 2012) und Usbekistan erst nach Ablauf der 3-Monatsfrist einreisen werden. Wir haben dies nun so gelöst, daß wir die Visa für Rußland und die Mongolei in unseren ersten Paß eintragen lassen, den wir hier in Deutschland wiederbekommen werden. Die Visa für Kasachstan und Usbekistan werden erst nach unserer Abreise beantragt und in unseren Zweitpaß eingetragen, der uns dann (hoffentlich) rechtzeitig nach Ulaan-Bataar in die Mongolei geschickt werden wird.

Krankenversicherung: Eine private Krankenversicherung deckt in der Regel alle entstehenden Krankheitskosten – weltweit.
Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland deckt in der Regel nur Krankheitskosten, die innerhalb Deutschlands entstehen.
Für Krankheitskosten, die außerhalb Deutschlands entstehen können, ist es daher erforderlich, eine Auslands-Reise-Krankenversicherung abzuschließen.
Diese deckt allerdings in der Regel auch nur die ersten 42 Tage eines Auslandsaufenthaltes, kostet dafür aber auch nur etwa 10 Euro für das gesamte Jahr.
Für den Auslandsaufenthalt über die 42 Tage hinaus, schliessen wir eine weitere Zusatzversicherung ab, die sich in der Prämienhöhe nach der Anzahl der Reisetage errechnet, die über die 42 Tage der „Grundversorgung“ hinausgehen. Die verschiedenen Versicherungsgesellschaften berechnen hierfür unterschiedliche Preise, in der Regel liegen die Kosten hierfür bei ca. 1 Euro pro Reisetag. (Also bei etwa 180 Reisetagen, abzügl. 42 Tage = ca. 140 Tage = ca. 140 Euro)
Und …… denkt bitte nicht, daß die Zusatzversicherung für das Ausland etwas mit „Vollkaskomentalität“ zu tun hätte, auf die man im Zweifelsfall auch verzichten kann, oder die man nicht ganz so genau nehmen muß. – Rußland beispielsweise stellt ohne den Nachweis einer bestehenden Krankenversicherung kein Visum aus !

Alle Dokumente (Personalausweis, beide Reisepässe, Führerschein national und international, Fahrzeugschein national und international, Krankenversicherungsnachweis, Einladungen, Visa, etc.) haben wir gescannt und führen sie „digital“ mit uns. Außerdem haben wir zwei komplette Sätze ausgedruckt, wovon wir einen Satz mit uns führen und einen weiteren Satz unseren Reisepartnern Marion und Peter zur Aufbewahrung übergeben. (umgekehrt führen natürlich auch wir einen kompletten Satz Papiere von Marion und Peter zur Aufbewahrung mit uns.)

Für unsere Hunde:

Die Hunde müssen gechipt und alle Impfungen lückenlos im internationalen Tierpaß (mit Paßfoto !) eingetragen sein.
Für unsere Hunde benötigen wir neben den üblichen, für Europa erforderlichen Impfungen, einen erweiterten Schutz gegen spezielle, von Zecken übertragenen Krankheiten. Dazu wird es zwingend erforderlich sein,

Advantix – gegen Zecken, die sehr agressive Erreger übertragen können, Flöhe, Sandmücken – alle 2 Wochen aufzutragen

Advocate – wegen der Gefahr des Hautwurmes – alle 4 Wochen aufzutragen, auch noch 2 bis 3 Monate nach der Rückkehr von der Reise

und Milbemax-Tabletten – gegen Würmer – alle 4 Wochen zu verabreichen.

Außerdem benötigen wir für die Wiedereinreise nach Europa eine Tollwuttiter-Bestimmung, die nicht älter als 6 Monate sein darf. Das wird bei einer 5-monatigen Reise natürlich verdammt knapp. Aber es reicht gerade so, wenn wir die Tollwutimpfung 6 Wochen vor Abreise verabreichen lassen, die Blutabnahme zur Titerbestimmung dann 4 Wochen später. Nach Aussage der Tierärztin ist die Immunisierung nach 4 Wochen am stärksten. Die Titerbestimmung dauert etwa 1 Woche, dann haben wir noch eine Woche „Luft“ und ein ganz frisches Zeugnis.

Für unser Fahrzeug:

Für unser Fahrzeug benötigen wir einen Internationalen Fahrzeugschein. Diesen wollte uns unsere Zulassungsstelle im Frühherbst 2012 jedoch nur mit einer Gültigkeitsdauer von 3 Monaten ausstellen, was bei einer Reise von 5 Monaten nicht wirklich sinnvoll ist. Nachdem ich mich kundig gemacht und in Erfahrung gebracht habe, daß eine Ausstelldauer von 12 Monaten normal ist, werde ich im Februar 2013 noch einmal unsere Zulassungsstelle beehren.

Die üblichen Fahrzeugversicherungen (sowohl die Haftpflicht- als auch Kaskoversicherungen) enden im Normalfall mit dem Verlassen Europas.
So ist es dann in der Regel erforderlich, bei den jeweiligen Grenzübertritten in die Länder außerhalb Europas jeweils eine eigene Fahrzeugversicherung für das jeweilige Land abzuschließen, was wegen der fehlenden Sprachkenntnisse nicht immer ganz einfach und in der Regel auch ganz schön teuer ist.
Um dies zu umgehen, haben wir bereits im letzten Jahr einen Wohnmobilversicherer in Deutschland gefunden, der auf Antrag die Deckung, sowohl für die Haftpflicht- als auch für die Kaskoversicherung für den Reisezeitraum auch auf die asiatischen Länder erweitert, die wir bereisen möchten.
Das ist natürlich einfacher und auch sicherer, als der Abschluß vor Ort.
So haben wir unsere bisherige Wohnmobilversicherung rechtzeitig gekündigt und sind nun seit 01. Januar bei der neuen Gesellschaft versichert.

Die „Grundausstattung “ wie Allrad, Sperren, Untersetzung, Einzelbereifung, 4 Abschleppschäkel, stabiler Bergegurt und Bergewerkzeug, 2 große Wohnraumbatterien, Solaranlage, Wechselrichter für permanenten 220 Volt-Strom, 600 Liter-Dieseltank und 250-Liter-Frischwassertank hat unser Fahrzeug bereits drin und dran.

Einige Dinge sind jedoch noch dringend erforderlich und müssen nachgerüstet werden:
elektronische Wegfahrsperre (wegen der Versicherung),
LED-Tagfahrlicht,
CB-Funkgerät,
eine kleine Kamera hinter der Winschutzscheibe, die das Geschehen vor dem Fahrzeug aufzeichnet,
zusätzliche Schlösser für alle drei Türen,
Fliegengitter für die Eingangstüre zur Wohnkabine und die Dachluke in der Fahrerkabine,
Dachgepäckträger über der Fahrerkabine,
Suchscheinwerfer,
Steinschlagschutz an den vorderen Schweinwerfern,
hochgezogener Ansaugschnorchel für den Luftfilter,
zusätzlicher Diesel-Vorfilter und Separ-Filter,
Wasser-Saugpumpe mit Vorfilter und Seagull-Wasserfilteranlage im Fahrzeug,
eine zusätzliche LKW-Abschleppstange,
Tankschutzplatten unter dem 400-Liter-Dieseltank,
zusätzliche Halterung und zweites Reserverad an der Rückseite der Wohnkabine,
4 Alu-Sandbleche 2 mtr.,
Motorradträger, der auf dieser Reise allerdings kein Motorrad, sondern zusätzliches Gepäck tragen muß,
10 zusätzliche 20-Ltr.-Diesel-Reservekanister

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Verfasst von - 15. Januar 2013 in Uncategorized

 

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